Schützt das Internet vor Politikern – Ausdrucker-Stopp (ich raffs nicht)

4. Mai 2009 – 18:51 | Internet | terry

Horst Klier hat nach den Versuchen (bzw. Gesetzen) der Bundesregierung und den Initiativen der Bundesfamilienministerin ein Stopp-Schild für Internet-Seiten designet, dass das Ausdrucken der Seite verhindert. Er will damit gegen die leicht zu umgehenden Hürden gegen Kinderpornografie demonstrieren – glaube ich..

So ganz genau ist mir das nämlich gar nicht klar geworden, aber wenn was gegen Leute geht, die wider besseren Verstandes und Beratung handeln, um populistische und aktionistische Maßnahmen zu ergreifen, dann mache ich da mal mit. Dass auch Horst Klier offensichtlich nicht ganz den Faden hat, wird verständlich, wenn man sich die Fehlermeldung ansieht, die der Drucker schließlich ausdruckt..

Im Grunde finde ich die (politische) Aktion und das neue Gesetz gegen Kinderpornografie sehr gut, wenn auch in seiner Umsetzung mangelhaft. Das leider ist den technischen Umständen geschuldet. Immerhin ist es nicht so einfach, eine IP zu sperren, und die Name-Einträge können natürlich leicht umgangen werden.

Nichts desto trotz (Stoppschild hin oder her) finde ich, dass ein Stoppschild zwar nicht die Übeltäter an sich aufhält (die können die technischen Blockaden umgehen), aber evtl. immerhin neue unbedarfte User davon abhält, sich der Kinderpornografie hinzugeben oder eben jenen den Einstieg zu erschweren.

Denn im Grunde sind wir uns sicherlich einig, dass Kinderpornografie widerwärtig und absolut verachtbar ist. Daher ist die Schlussfolgerung, dass hier weiter gearbeitet werden muss, auch wenn man jetzt erste Maßnahmen ergriffen hat.

Nach der Lektüre einiger Blogs kann man (vor allem von bunix) immerhin ungefährt verstehen, was überhaupt gemeint ist mit diesem Stoppschild.. Danke an die Blogger, via Golem hab ichs ehrlich gesagt nicht verstanden..

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  1. 5 Kommentare

  2. Ja, ich hatte das auch nicht besonders gut erklärt. Lag in erster Linie daran, dass ich zum Zeitpunkt des Schreibens selbst nicht so genau wusste, wie das läuft – das hab ich auch erst im Nachhinein kapiert (und ausprobiert hatte ich das auch nicht, weil ich das auch nicht für sooo sinvoll halte, wenn keiner mehr irgendwas drucken kann, trifft auch wieder die falschen Leute).

    Ist aber offenbar technisch tatsächlich nicht der Klopper, da das wohl schon an Opera scheitert, jedenfalls laut Golem. Gut ist, dass wenigstens was getan wird, zählt ja auch schon ne Menge.

    KRiZZi am Mai 4, 2009

  3. Mittlerweile hab ichs verstanden :) Und ich bin auch Deiner Meinung. Etwas tun ist besser als gar nix. Und wenn Golem schon drüber schreibt, bleibt die Aktion wenigstens nicht soo unbekannt.

    terry am Mai 4, 2009

  4. In meinen Augen gehören Kinderschänder und Pädophile in die geschlossene Psychiatrie, soviel ist klar. Wichtig bei der Debatte um die Sperrseite ist aber immer zu bedenken was es für Alternativen gibt und was man überhaupt mit der Sperre erreicht.

    Tatsächlich könnte man viele der auszublendenden Kinderpornoseiten einfach mal dichtmachen indem eine entsprechende Meldung an die zuständigen Behörden geht (warum das nicht gemacht wird ist mir schleierhaft). Das funktioniert zumindest in den Industrienationen überraschend gut. Damit würde sich das Filtern komplett erübrigen, ein versehentliches Sperren von legalen Inhalten würde verhindert und die Seiten wären dann auch nicht mehr mit technischen Kniffen zu erreichen.

    Und ob nun Webseiten der Hauptumschlagplatz sind steht ebenfalls nirgends geschrieben. Vielmehr kriegt man den ganzen Dreck in Tauschbörsen, Newsgroups, unter dem Ladentisch vor Ort oder direkt mit der Post im Abo. Im Gegensatz zu normalen Pornokonsumenten sind sich die Pädophilen nämlich durchaus ihrer sozialen und rechtlichen Ächtung bewusst und dementsprechend vorsichtig. Da steckt ne ganze Menge kriminelle Energie dahinter die mit einem Tuch (Sperrfilter) abgedeckt werden soll.

    Und an eben dieses Tuch kann man prima neue Stücke ranflicken. Erstmal rechte Seiten, dann die linke Seite dann die Raubkopierer, oder den Blog der über die GEZ Methoden wettert. Das Filtern von Kinderpornos ist ein heeres Ziel und keinesfalls Zensur aber zugleich auch die Basis für ein System das sich binnen kürzester Zeit zu eben dieser verwenden lässt.

    reaper am Mai 5, 2009

  5. Richtig. In diesem Sinne geht die Aktion von politiker-stopp ja doch in eine richtige Richtung, nämlich, dass man aufzeigt, dass das Internet etwas vielfältiger ist als nur www. Leider muss man dazu bisschen länger überlegen :)

    terry am Mai 5, 2009

  6. In die richtige Richtung auf jeden Fall aber leider ist der Informationsgehalt eben echt mau. Flotte Sprüche, technisch mangelhaft umgesetzt und inhaltlich Flach wie eine Flunder. Blinder Aktionismus ohne Grips eben (wie auch der Auslöser im Ministerium handelt).

    reaper am Mai 6, 2009

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